Essen, 4. Januar 2012. Das Forum Stadt + Quartier Ruhr e. V. hat sich 2011 intensiv der Belange von Jugendlichen im Hinblick auf die Erfordernisse ihres Lebensumfeldes in einem Wohnquartier angenommen. Im laufenden Jahr sollen die Erkenntnisse in die Tat umgesetzt werden.
Ebenso, wie in den Vorjahren, hatte sich das Forum in einer Veranstaltungsreihe mit dem Kernthema befasst. Anders, als in den Vorjahren, bemühte sich der Vorstand um Manfred Schönberg um eine konkrete Fassung und Umgrenzung des Themas, indem man die Kooperation mit einer Schule mitten in einem Wohnquartier suchte. Christiane Voigt fand sie in der Essener Gesamtschule Süd. Konkreter ging es nicht!
Die Schulleitung wurde involviert, engagierte Lehrer fanden sich, Schüler ließen sich begeistern, eine Projektwoche an der Schule wurde ins Leben gerufen und dem Thema gewidmet, Fachleute begleiteten die Schüler im Laufe der Woche, Aufmerksamkeit auf allen Ebenen wurde gesucht und initiiert.
Wie man Konflikte an den Schnittstellen zwischen Schule und Nachbarschaft minimieren kann, an denen sich die Oberstufenschüler treffen, war Inhalt der unterschiedlichen Arbeiten und Konzeptideen in 2011.
Seinen vorläufigen Abschluss fand die Veranstaltungsreihe des Forums zum Jahresende 2011, klassisch, wie in den Jahren zuvor, in einer Podiumsdiskussion im Essener Schloß Borbeck. Was so mancher gehofft, aber niemand so recht zu wagen geglaubt hatte, die Diskussion brachte nicht nur Erkenntnisse über die Erwartungshaltung von Jugendlichen an ihr Quartier zutage, sie motivierte zahlreiche Menschen, Würden- und Mandatsträger sich finanziell, wie auch institutionell um das konkret Angedachte und seine Realisierung zu kümmern, sich der Verantwortung zu stellen und am Erfolg der Ideen aktiv und konkret mitzuwirken. Die konzertierte Arbeitsweise könnte modellhaft auch für andere Essener Schulen werden.
Ziel in 2012 wird nun es sein, dem Vorbild der „Public School“ folgend, den öffentlichen Raum mit dem schulischen Raum zusammenzuschließen, ohne dass Grenzen zwischen Jahrgängen und der Nachbarschaft entstehen.
So hat sich das Forum im Jahr 2012 vorgenommen, alle Kraft in die Umsetzung der Konzepte zu investieren und damit ein wenig von der Vorgehensweise früherer Jahre abzurücken: zunächst wird es kein neues Jahresleitthema geben, über das interdisziplinär theoretisiert wird. Schwerpunkt in 2012 ist die praktische Umsetzung der Erkenntnisse aus den Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Zahlreiche Unterstützer auf allen Ebenen werden durch ihre aktive Mitarbeit und fest zugesagte, finanzielle Mittel an der erfolgreichen Umsetzung mitwirken. Darauf sind die Macher des Forums mehr als stolz, aber auch sehr dankbar. Was kann es Schöneres geben, als dass die konzeptionelle Mühe derart aufgenommen und fortgeführt wird? Das Forum versteht sich als Initiator dieser Entwicklung und möchte als Motor weiterhin seinen Anteil beisteuern. Gleichzeitig ist Raum für Mitstreiter gegeben, deren Hilfe dankbar angenommen wird.
Wir werden an dieser Stelle über den Fortgang der Realisierung im Umfeld der Gesamtschule Süd berichten.